Das aktuelle Heft

Titelthema Buntbarsche
West-Papua Guppy

 Mexiko ist groß – und bietet aus Sicht eines Aquarianers eine Vielzahl von Anlaufstellen. Jede einzelne ist eine Reise
wert, und viele beheimaten ganz exklusive Cichliden. Ein lohnendes Ziel sind beispielsweise die Flüsse um die Ortschaft
Matías Romero.
von Michael Pilack

Matías Romero liegt ganz im Süden des Bundesstaates Oaxaca in Mexiko. Geografisch betrachtet befindet es sich an der engsten Stelle des Landes. Die Atlantikseite wird durch den Isthmus Tehuantepec vom Pazifik getrennt. Alleine diese Lage machte das Gebiet bereits zu Zeiten der spanischen Besetzung interessant. Immer wieder war ein schiffbarer Kanal dort im Gespräch, der die Pazifikseite mit der Atlantikseite verbinden sollte. Mehrfach geplant und vermessen, ist dieses Projekt allerdings nie verwirklicht worden.

Im Gebiet um Matías Romero entspringen einige Flüsse, die zum oberen Einzugsgebiet des Río Coatzacoalcos gehören. In diesen schönen, kleinen bis mittelgroßen Flüssen leben einige Buntbarsche, die man durchaus ebenso andernorts finden kann. Aber es gibt hier auch Cichliden, die nur in dieser Region vorkommen. Sie hier zu beobachten, ist natürlich gerade für Freunde dieser mittelamerikanischen Fische ein Riesenerlebnis.

Zahlreiche Möglichkeiten
Hat man sich Matías Romero zum Ziel gesetzt, stehen insgesamt acht Cichlidenarten auf der Liste. Zahlreiche Flüsse mit bekannten und wohlklingenden Namen können eingeplant werden. Die meisten sind über asphaltierte Straßen gut zu erreichen. Zugänge zu den Flüssen gibt es in Form von Balnearios, das sind angelegte Badestellen, oder in der Nähe von Brücken. Mittlerweile stehen heute aber fast an jeder Brücke Schilder, die den Fischfang untersagen.

Dies ist natürlich zunächst einmal positiv zu bewerten, hat man es doch in vielen Gebieten geschafft, dass sich die dort lebenden Anwohner wieder auf die einheimischen Fischarten besinnen und sie durch Fangverbote schützen. Auf der anderen Seite ist es für Aquarianer dadurch fast unmöglich geworden, ungestört in den Fluss zu gehen und mit dem Kescher nach Jungfischen zu suchen. Man hat natürlich auch kein gutes Gefühl dabei, etwas vielleicht Verbotenes zu tun, auch wenn die Fische nach dem Fotografieren ja wieder zurück ins Wasser gesetzt werden. Manchmal kommt man dann mit den Anwohnern ins Gespräch und erklärt, was man machen möchte.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 77